Vion Wunstorf

Ort: Wunstorf
Bauherr: Stadt Wunstorf

 

Leistungsphasen: Wettbewerb
Fertigstellung:
Fläche: 12ha

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Städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb Vion Wunstorf – Anerkennung

Transistorische Zonen:

Ziel des Entwurfs ist es auf dem Gebiet ein urbanes, vielschichtiges Quartier mit spannungsvollen Raumbezügen sowie differenzierten, sich überlagernden Sicht- und Wegebeziehungen entstehen zu lassen. Dieses wird erreicht, indem bewusst gestaltete Übergänge von öffentlichem, halböffentlichem und privatem Raum geschaffen werden und keine strikten Barrieren oder Abschottungen vorgesehen werden

Städtebauliche Körnung und Nutzungsmix:

Der städtebauliche Entwurf greift die Kleinteiligkeit der Umgebungsbebauung im Norden und Osten auf. So entstehen zwei clusterartige Gebiete, bestehend aus Doppelhaushälften sowie Reihenhäusern, welche im Norden direkt an den Luther Weg sowie im Westen an das Verknüpfungsgebiet anschließen. Das Verbindungsglied bildet ein rhythmisiertes Band mit clusterartigen Sonderwohnformen sowie der Kita, welches immer wieder Durchblicke und fußläufige Durchquerungen ermöglicht. Drei wechselseitig, verspringende Aufweitungen lassen öffentliche Plätze mit differenziertem Charakter als Anknüpfungspunkte zu den Mikroquartieren entstehen. Die Plätze haben unterschiedliche Schwerpunkte. So bietet der Platz am Fahrradboulevard im Norden Spielmöglichkeiten für kleinere Kinder und Ruhebereiche für Ältere, der „Marktplatz“ ist der städtischere, flexibel bespielbare offene Platz. Der südliche Platz östlich der Kita erhält den Charakter eines Pocket Parks mit gestalteter Mittelzone und flankierenden Bänken.  

Vom Produktionsstandort zum Marktplatz:

Dieser neue, zentrale Punkt bietet Raum für Veranstaltungen sowie Wochenmärkte zur Versorgung des Quartiers mit regionalen Produkten. Um den urbanen Mittelpunkt, mit dem weithin sichtbaren „Landmark“ des alten Schornsteins, gruppieren sich öffentlichere Nutzungen wie ein Cafe/Bäckerei als auch die Kita. Im südlichen Bereich wandelt sich der urbane Platz als Aufweitung zum begrünten Wall zu einer gestalteten Grünzone an der tangierend der öffentliche Fahrradeweg entlang des Hanges führt.

Alternativ zur Erschließung mit dem Auto kann das Quartier mit dem Fahrrad oder zu Fuß entweder entlang des Hanges oder über den Breiten Fahrradboulevard von Nord nach Süd erschlossen und erkundet werden. Der bestehende Stichweg vom Luther Weg wird als Anliegerstraße vom Süden erschlossen und bietet lediglich für Fussgänger und Fahrradfahrer eine durchgängige Verbindung zum Luther Weg.

unity in diversity:

Der baukörperliche Ausgestaltung der einzelnen Mikroquartiere soll das Prinzip „unity in diversity“ zu Grunde liegen. So sollen individuelle Wohnformen gefördert werden, in dem in den Doppelhaus und Reihenhausgebieten unterschiedlich breite Parzellenabschnitte angeboten werden und im Geschosswohnungsbau ein differenzierter Mix an Wohnungsgrößen angestrebt wird. Im kleinteiligen, nördlichen Bereich des Mittelbandes sollen miteinander vernetze Einheiten entstehen, die alternative Wohnformen wie z.B. Wohngemeinschaften, Mikroappartements, und generationenübergreifendes Wohnen ermöglichen. Dabei sollen nebeneinander unterschiedliche Fassadenmaterialien zum Einsatz kommen. Die Einheitlichkeit und Identität erhält das Quartier über einheitliche Dachformen und Dachneigungen sowie die Maßstäblichkeit der Bebauung.